1 Preis für  Denkmal von Papst Johannes Paul  II.  in Hamburg



E. Gilun, K. Stobinski, Weihbischof Dr. H.J. Jaschke, J. Nowak, Pfarrer J. Sliwanski, Prof. B.Schwichtenberg, Gen. Konsul J.Granat


Der Papst kommt nach Hamburg

Statement von Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke bei der Vorstellung des ausgewählten Entwurfs für ein Denkmal zu Ehren von Papst Johannes Paul II.

Hamburg, 20. September 2006


Bald nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. entstand in Hamburg die Idee, ein Denkmal für ihn zu errichten. Hamburg verdankt dem Verstorbenen sehr viel: Der Papst hat wesentlichen Anteil daran, dass die Spaltung Europas in zwei feindliche Blöcke überwunden wurde. Im Zuge der Öffnung Europas hat Deutschland seine Einheit wiedergefunden. Hamburg bietet der neue Zugang zu Mittel- und Osteuropa große Chancen im Bereich von Kultur und Handel.

Die Katholiken unserer Stadt verdanken dem Pontifikat Johannes Pauls II. die Errichtung des Erzbistums Hamburg. Das katholische Leben in Hamburg wird seit der Zuwanderung polnischer Arbeiter am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts stark von polnischen Katholiken geprägt. Heute sind etwa 30.000 Hamburger Polen oder polnischer Herkunft und verehren den verstorbenen Papst sehr. Die Initiative für das Denkmal ging von der Polnischen Gemeinde aus, das Erzbistum Hamburg hat sich die Idee zu eigen gemacht.

Eine Jury, der unter anderen die Restauratorin Ewa Gilun, Professor Bernhard Schwichtenberg und Professor Heinz Spielmann angehörten, hat aus mehreren Entwürfen die Arbeit des polnischen Bildhauers Jozek Nowak ausgewählt. Ich freue mich, dass Herr Nowak heute bei uns ist und Ihnen erläutern kann, wie er seine Arbeit angehen will.

Das Denkmal, ein Bronzeguss von einer Holzskulptur, soll zu Beginn des nächsten Jahres bei der Domkirche St. Marien aufgestellt werden. Die Gesamtkosten von etwa 50.000 Euro sollen ausschließlich durch Spenden aufgebracht werden.

Der verstorbene Papst ist für uns Katholiken sehr wichtig, deshalb wollen wir sein Denkmal bei uns in St. Georg an der Domkirche haben. Es ist für uns eine Ehrensache, dass wir an den großen Papst erinnern und durch Spenden zu seinem Gedenken beitragen. Bisher haben die Hamburger Polen kräftig Spenden gesammelt. Ich freue mich über das unermüdliche Engagement von Msgr. Sliwanski und der Polnischen Mission, das dieses Denkmal erst ermöglicht hat. Jetzt sind alle angesprochen, ihren Beitrag für das Gelingen zu leisten. Sicher werden auch viele, die nicht katholisch sind, durch ihre Spende den großen Johannes Paul II. ehren.

Wir erbitten Spenden auf das Konto des Erzbistums Hamburg Nr. 120617571 bei der Hamburger Sparkasse, BLZ 20050550.

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